Mia Zabelka
"Körpermusik in Vollendung"
Werner Jauk
"Mia Zabelka ist die Nana Mouskouri der österreichischen Avantgarde"
Fritz Ostermayer
E–Violinistin und Komponistin, lebt und arbeitet in Wien und in der Südsteiermark; studierte Violine bei Alexander Arenkov und Komposition bei Kurt Schwertsik am Konservatorium der Stadt Wien, Komposition, elektroakustische Musik bei Roman Haubenstock–Ramati und Dieter Kaufmann an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien, Musikwissenschaft und Publizistik bei Walter Pass an der Universität Wien; Studienaufenthalte in Köln, Berlin und New York.
Seit über zwanzig Jahren beschäftigt sie sich mit der Entwicklung experimenteller Improvisations–techniken mit Electric Violin und Stimme, die sie als "automatic playing" bezeichnet. Es geht ihr um die Auslotung des Verhältnisses von Körper, Gestik, Klang und Raum. Dabei dienen auch immer wieder elektronische Geräte und Computer zur Erzeugung erweiteter Klangspektren.
Mit Experimentierfreude und körperlicher Unmittelbarkeit arbeitet sie an musikalischen Bilder, deren Vielschichtigkeit und gleichzeitige Transparenz ihr explizites Anliegen sind. Sie gilt als Speerspitze der Musikperformance und der elektroakustischen Musik in Österreich und arbeitet gerne interdisziplinär, indem sie unterschiedliche Kunstbereiche – Klangkunst, Neue Medien, Literatur – miteinander vernetzt.
Zahlreiche Performances und Konzerte in Europa, den USA und der ehemaligen UdSSR. "Composer in Residence" an der Kunststation St. Peter in Köln, Arbeiten am Elektronischen Studio des WDR, des ZKM in Karlsruhe, des STEIM in Amsterdam und am Experimental Studio des Warschauer Rundfunks.
Zahlreiche Preise und Auszeichnungen; Gast des Internationalen KünstlerInnenprogramms des DAAD, Berlin; Stipendiatin des Bundesministeriums für Unterricht und Kunst,der Fulbright Commission, des Amtes der NÖ Landesregierung; dreifache Ars Electronica-Preisträgerin (1988, 1993, 1994) Preisträgerin des WDR – Kompositionswettbewerbs.
Auftragswerke für Salzburger Festspiele, Zeitfluß, Ars Electronica, Steirischer Herbst, Jeunesse Wien, Wiener Festwochen, Bonner Tage für Neue Musik, Alte Oper Frankfurt, Inventionen Berlin, Stiftung Akademie der Künste Berlin, New Music America, The Kitchen, Wiener Konzerthausgesellschaft, De Ijsbreker Amsterdam, ORF Kunstradio, Klangturm St.Pölten, Osterklang Wien, Graz 2003 und Transit.
- Seit 2007: künstlerische Leiterin des klang.haus.untergreith, eines Zentrums für Klangkunst, und des Musikfestivals wein.klang in der Südsteiermark
- 2003: Gründung der Mia Zabelka One.Night.Band, gemeinsam mit Zahra Mani
- 2002: Gründung von "colophony circuit" mit Electric Indigo
- 1995 bis 2000: künstlerische Leiterin des Klangturm St. Pölten
Mia Zabelka spielt eine E-Violine von ZETA-Systems.
